Art-Direction, Webdesign und Grafiker / Strategie, Kunst und Design

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Essays zu designverwandten Themen. Nachfolgend die neuesten Artikel.

Zen und die Kunst des Minimalismus – 2/5

Informationen als Zeitfresser

An Weihnachten wollte ich eine Reise verschenken. Über eine Empfehlung kam ich auf einen Anbieter für Abenteuerreisen. Das Angebot hörte sich fantastisch an. Es wurde eine Möglichkeit angeboten, um detailliertere Informationen anzufordern.

Auf der Website wurde dazu ein Formular bereitgestellt, indem ich dann erstmal eine halbe Ewigkeit hängenblieb. Eigentlich wollte ich nur Informationsmaterial anfordern, doch die Firma hatte neben meiner Anschrift noch soviele weitere Fragen, dass ich schließlich Abstand von meinem Anliegen nahm und entnervt aufgab.

Nach einer halben Ewigkeit war ich endlich am Ende des Formulars angekommen, wo ich sogar noch ein zweites Mal meine Adresse eingeben sollte. Damit nicht genug. Das Formular wollte jetzt auch noch ausgedruckt und per Fax versendet werden. Falls ich kein Fax zur Verfügung habe, könne ich es auch einfach unterschrieben einscannen und per E-Mail senden? Nein Danke. Heute Vormittag habe ich auch noch etwas anderes vor.
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Eine Fabrik mit zwanzig Freunden

Wie Sie mit Social Media garantiert nicht erfolgreich werden.

Zugegebenermassen ist Social Media inzwischen ein alter Hut. Google+ ist zu einem Rankingfaktor für Websites geworden, Twitter plant seine erste Deutschland-Niederlassung und die Facebook-Aktien sind an der Börse abgestürzt, haben sich erholt, sind wieder abgestürzt usw.

Viele Unternehmen, bei denen Social Media inzwischen wie selbstverständlich zum natürlichen Marketingmix gehört, setzen diese Tools ganz offensichtlich strategielos um. Weiter lesen: „Eine Fabrik mit zwanzig Freunden“

Ein schlagkräftiges Bildkonzept entwickeln

Kunden durch passende Bilder begeistern

Bevor Kommunikation überhaupt wirken kann, muss sie zunächst einmal wahrgenommen werden. Schon das allein kann sich als schwierige Aufgabe erweisen, denn wir leben in einer Welt, die mit Informationen, Angeboten und News übersättigt ist. Menschen selektieren sehr geübt, welches Angebot relevant für sie ist.

Fotos sinnvoll in der Unternehmenskommunikation nutzen

Aufgrund von gelernten Filtern muß es gelingen die Zielgruppe so anzusprechen, dass die Werbebotschaft nicht unterbewusst ausgeblendet wird. Dabei gilt, je medienerprobter eine Person ist, desto schwieriger ist es diesen Menschen überhaupt zu erreichen. Es muß also gelingen, die Botschaft als willkommene Abwechslung und als interessantes Angebot zu verpacken.

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Über die richtige Bildauswahl

Das richtige Bild finden.

Aus aktuellem Anlass beschäftige ich mich mit der Planung eines Bildkonzepts. Die Arbeit entsteht im Team. Einige Gedanken allgemeiner Natur möchte ich hier aufschreiben.

Weshalb gute Bilder soviel Einfluss haben

Wirkungsvolle Bilder müssen emotional sein. Die Macht, die von guten Bildern ausgeht, ist jedem Kreativen bekannt. Botschaften, die durch Bilder transportiert werden zünden sofort beim Betrachter. Visuelle Reize stimulieren unsere Sinne und berühren uns genau dort, wo wir Menschen am leichtesten zu packen sind. Deswegen spielen die richtigen Bilder in der Unternehmenskommunikation so eine große Rolle.
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Kommunikationsmodelle in der Werbung

Für eine vernünftige Marketingplanung ist es zunächst wichtig, sich ein Bild seiner Kunden zu machen. Dadurch kann Werbung strategisch geplant werden. Hierzu habe ich eine kleine Zusammenfassung der gängigen Werbe- Kommunikationsmodelle aufgeschrieben.

„Gute Werbung ist wie ein guter Caipirinha: ziemlich süss, so dass man nicht merkt, wie viel Alkohol drin ist.”

von Oscar Wilde

Das Sender-Empfänger Kommunikationsmodell

Das Grundmodell der Werbekommunikation folgt der Frage „Wer sagt was zu wem über welchen Kanal mit welcher Wirkung unter welchen Bedingungen?” Vereinfacht betrachtet geht es also bei der Werbeplanung erstmal darum folgende Faktoren festzustellen:

  • Sender
  • Botschaft
  • Empfänger
  • Medium
  • Effekt und
  • Umfeld

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AIDA

 

AIDA

Das AIDA Prinzip.

Das AIDA Prinzip ist im Marketing bis heute weit verbreitet. Aus gutem Grund. Es funktioniert.

Im AIDA-Prinzip wird ein Kaufprozeß illustriert. Es wurde erstmals 1898 von Elias St. Elmo Lewis beschrieben. AIDA steht für Attention (Aufmerksamkeit), Interest (Interesse), Desire (Verlangen), Action (Aktion).

Aufmerksamkeit.

Zunächst wird die Aufmerksamkeit des Lesers mit einer Headline geweckt, die direkt ins Schwarze trifft. Man versucht dabei die Sprache des Besuchers zu sprechen. Vielleicht wird ein Hauptproblem angesprochen.

Interesse.

Als nächstes wird Interesse bei den Besuchern erzeugt. Eine Beziehung zu den Besuchern muß erzeugt werden. „Hey, das hört sich nach mir an.“ Es muß vermieden werden, nur die Features des neuen Produkts oder der Dienstleistung zu nennen. Stattdessen demonstriert man, welchen Vorteil der Kunde durch die Nutzung des Produkts oder Service genießen wird.

Verlangen.

Wurde Aufmerksamkeit geweckt und Interesse erzeugt muß ein Verlagen für das Produkt oder die Dienstleistung erzeugt werden. Häufig in Verbindung mit einem Besitzwunsch. Wie dieses Verlangen erzeugt wird hängt zu einem großen Teil von dem Angebot und der gewünschten Kundenaktion ab.

Wird ein Produkt oder eine Dienstleistung verkauft, so kann dies erreicht werden, indem weiter auf die Vorteile des Produkts eingegangen wird.

Vertrauensbeweise verwenden.

Falls das Produkt oder der Service bereits gut etabliert ist werden an dieser Stelle bekannte Kunden oder Testemonials angezeigt. Bekannte Marken können ebenfalls ein Verlangen auslösen. Neue Kunden können sicher sein, gut aufgehoben zu sein. Nennt man zu große Marken, können Mittelständler und kleinere Kunden das Angebot als exklusiv für große Kunden ansehen.

Aktion.

Jetzt kaufen, heute anmelden, kontaktieren Sie uns jetzt, usw. Welche Aktion man vom Kunden möchte sollte so klar wie möglich gemacht werden. Der Call-o-Aktion hebt sich deutlich vom Rest der Seite ab. Häufig werden an dieser Stelle zeitlich begrenzte Angebote platziert oder geringe Stückzahlen suggeriert um die Wirkung zu verstärken.

Thesen für gutes Design

Wenn Marketing nicht die erhoffte Durchschlagskraft entfaltet, sind häufig unüberlegte Designkonzeptionen die Ursache.

Dieter Rams verdichtete gutes Design auf ein paar essentielle Basiseigenschaften. Rams Thesen sind heute noch so aktuell wie 1993. Im folgenden möchte ich die zehn Designthesen kurz erläutern, da sie immernoch einen sehr guten Anhaltspunkt darstellen, um das eigene Firmendesign auf den Prüfstand zu stellen.

Über Dieter Rams

Dieter Rams ist ein deutscher Industriedesigner. Er wurde 1932 in Wiesbaden geboren. Mit seinen Arbeiten für die Firma Braun prägte er das typische klare Erscheinungsbild der Braun-Produkte. Viele der entstandenen Objekte gelten mitlerweile als Designklassiker. Etwa der Weltempfänger T1000, die Hi-Fi Anlagen Regie und Atelier, der Lautsprecher LE1 und der Taschenrechner ET 66. Das erklärte Ziel von Rams Arbeiten waren eine Klarheit der Form, Materialgerechtigkeit und leichte Bedienbarkeit.

Noch heute profitieren viele Designer von der Fortführung dieser Thesen. Sowohl der Apple-Chefdesigner Sir Jonathan Ive als auch der Apple-Gründer Steve Jobs sind/waren große Bewunderer der Braun-Designs. Einige Apple-Produkte sind recht deutlich von Brauns Produktdesign inspiriert. (iMac, G5 Mac Pro, iPod usw.) Rams äußerte dazu in einem Interview, dass er die Ähnlichkeit zu seinen Designkreationen als „Kompliment” betrachtet. Weiter lesen: „Thesen für gutes Design“

Kreativität und Inspiration

Nach den Sternen greifen

Kreative sind auf Inspiration angewiesen, wenn es um die Entwicklung kreativer Entwürfe, Konzeptionen und die Gestaltung von neuen Layouts geht. Manchmal lassen die besten Einfälle jedoch gerade dann auf sich warten, wenn man sie gerade dringend braucht.

In solchen Fällen braucht man in der Regel etwas Ablenkung, um wieder auf frische Ideen zu kommen. Nach meiner Erfahrung ist das insbesondere dann der Fall, wenn man lange Phasen an einem einzelnen großen Projekt durchgearbeitet hat und sich anschließend wieder einer neuen Aufgabe widmen möchte.

Unter Inspiration versteht man allgemein eine Eingebung oder einen plötzlichen guten Einfall. Damit einher geht allerdings eine passive Haltung. Häufig sprechen Kreative auch davon, „sich inspirieren zu lassen”. Man kann aber durchaus etwas dazu beitragen „inspiriert zu werden”. Für mich haben sich bestimmte Vorgehensweisen bewährt um meine Kreativität nach stressigen Projektphasen wieder zurückzuerlangen.

„Being the richest man in the cemetery doesn’t matter to me … going to bed at night saying we’ve done something wonderful… that’s what matters to me.”

Steve Jobs

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