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Geschichten erzählen

Schon als Kinder lernen wir unsere Welt durch Geschichten kennen. Wir begreifen, wie das Gute das Böse besiegen kann. Nebenbei gewöhnen wir uns daran, dass sich Ethik und gute Taten lohnen. Hässliches kann sich in Schönes wandeln. Wie zum Beispiel der Frosch, der nach einem Kuss zu einem wundervollen Prinzen wird. Intelligenz besiegt stumpfe Gewalt wie das tapfere Schneiderlein zeigt, dass den Riesen überlistete.

Eine modernere Geschichte , „Der amerikanische Traum“ erzählt uns davon, dass man es durch eigene Kraft und harte Arbeit vom Tellerwäscher bis zum Millionär schaffen kann. In der Vergangenheit brachte dieser Traum viele Menschen dazu, nach Amerika auszuwandern und dort ihr Glück auf eigene Faust zu suchen.

Auch Unternehmen lernen wir am besten kennen, wenn sie uns ihre Geschichte erzählen. Konkrete Bilder überzeugen uns stärker als Allgemeine. Narrative Geschichten sind anschaulich und prägen sich daher leicht ein. Es geht nicht darum möglichst viele Informationen zu vermitteln, sondern um gezielte Botschaften.

Lösungen statt Einzelprodukten

Es bringt nur Vorteile, wenn man zunächst die Metaebene definiert, anstatt sich immer mit dem Kleinkram zu beschäftigen. Storytelling im Zentrum der Unternehmenskommunikation bietet eine riesengroße Vielzahl wunderbarer Möglichkeiten, die Leute zu begeistern. Denn nichts auf der Welt ist so verführerisch, wie eine gute Story. Ein Kommunikationsschwerpunkt, der auf Storytelling und Content-Marketing beruht bietet außerdem zahlreiche Anknüpfungspunkte für eine zeitgemäße digitale Form der Kommunikation auf Augenhöhe.

Digitaler Wandel

Einzelne Broschüren für bestimmte Produkte? Gibt es häufig schon gar nicht mehr. An ihre Stelle treten immer häufiger Erzählungen um Menschen, die mit den jeweiligen Produkten arbeiten und dabei Inspirationen suchen. Dies kann aus unterschiedlichen Perspektiven geschehen. Beispielsweise aus der Perspektive der Anwender, aus Unternehmersicht oder aus der Sicht der Weiterverkäufer. Der Mensch selbst rückt in den Mittelpunkt. Seine Geschichte lässt sich auf verschiedenste Art in bewegten Bildern, als Interviews, Hintergrundberichte oder Reportagen in Textform erzählen .

Im nächsten Schritt lassen sich die Geschichten dann mit den relevanten Social-Media-Kanälen wie Youtube, Facebook, Instagram, Tumblr, Linkedin oder Twitter verknüpfen und durch usergenerierte Inhalte erweitern.

Irgendwas geht immer

Besonders spannend werden Handlungen mit Konflikten. Am Ende wartet dann das Happy End. In einer Unternehmensgeschichte können beispielsweise Konflikte entstehen durch:

  • Schwieriges Umfeld: Die Organisation muß umstrittene Methoden anwenden, um zur Wiedererlangung der Wettbewerbsfähigkeit zurückzufinden.
  • Unterschiedliche Bezugsgruppen: Verschiedene Kompetenzbereiche vertreten unterschiedliche Standpunkte und konkurrieren miteinander im Unternehmen.
  • Harter Wettbewerb: Ein Unternehmen schafft es durch eine Innovation zum neuen Marktführer zu werden.
  • Besondere Ereignisse: Eine aktuelle Atomkatastrophe führt zum vorzeitigen Ausstieg aus der Atomkraft.
  • Ungewöhnliche Positionierung: Eine Organisation entscheidet sich, statt auf neueste Technik auf traditionelle Handwerksmethoden und Nachhaltigkeit zu setzen.

Damit ein konkreter Konflikt nachvollziehbar ist muß er in einer guten Geschichte gewisse Vorraussetzungen erfüllen: Er muß nicht nur nachempfunden werden können, sondern grundsätzlich glaubhaft erscheinen. Desweiteren muß sich die Lösung des Konflikts am Ende lohnen. Alles andere wäre Zeitverschwendung.

Wie im Märchen

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Mythen und Märchen erleichtern das Verstehen von Geschichten aller Art, da sich immer gewisse Muster wiederfinden. Eine der klassischen Figuren ist beispielsweise der Retter in der Not.

Ed Koch, der in den 80er Jahren Bürgermeister von New York war erwies sich einst in der dunkelsten Stunde als einsamer Retter in der Not, da er zunächst versprach die Kriminalität zu bekämpfen und diesem Vorsatz anschließend auch sehr erfolgreiche Taten folgen ließ. Das ist natürlich in erster Linie eine supergute Geschichte.

Koch war es schließlich, der dieses brisante Thema wirklich zu seinem persönlichen Anliegen machte und dadurch erst zu einer Identifikationsfigur wurde. Auch der Sieg über die städtische Kriminalität wurde daher in erster Linie als sein Verdienst angesehen.

Solche Geschichten wie die von Koch ließt vermutlich sowieso jeder gerne, wenn er nicht vorhat selbst eine Bank zu überfallen. Obwohl in jüngster Vergangenheit ja eher die Bank die Bürger überfallen hat. Aber das ist wieder eine ganz andere Geschichte.

 

 

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